Polittalkshows, und warum ich sie meide 
08.02.17, 08:10 - Dies und Das
Im Gegensatz zu anderen, die wissen wollen, wie es um dieses Land bestellt ist, verweigere ich abendliche Talkshows à la Maischberger, Plasberg & co.
Ich kann mich nicht erwärmen für dieses Format, konnte aber nie genau in Worte fassen, was genau mich daran so unglaublich stört: Waren es die eingeschränkte Sichtweise der Talkgäste oder die falsche Themenwahl.

Am 1.2.17 ist endlich mal was eskaliert in einer dieser Blahitis Sendungen und einer der meistgelesenen Autoren Deutschlands und höchsten Richter des Landes, Thomas Fischer, wurde nach einer Chaossendung ohne Thema im Emailpostfach mit Hassmails zugemüllt.

Ich erbete dringend den Folgenden Artikel gründlich zu lesen.

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitges ... ettansicht

Crux:
Diese Sendungen sind von vorne bis hinten BS. Effekthaschender Billigjournalismus, der dem Auftrag der öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten nicht gerecht wird - wusste ich.
Die dort kommunizierte Meinung ist immer nur ein winziger Ausschnitt der Realität - wusste ich.
Viele Menschen mit fehlender Erfahrung glauben, all das sei die Wirklichkeit: Hat da jemand meinen gestrigen Blogeintrag gelesen?

Leider fehlen mir die rhetorischen Fähigkeiten ein Argument so präzise zu Papier zu bringen wie Herrn Fischer, daher im Original:

Wird der nicht orientierte, verwirrte Mensch mit einer neuen Lage konfrontiert, die eine neue Kausalitätskonstruktion verlangt, neigt er dazu, die bestehenden Lücken mit alten Erfahrungen und Behauptungen auszufüllen. Vorurteile, Prägungen, Kurzschlüsse, Erinnerungen bestätigen sich unentwegt zirkelschlüssig selbst.


Und je mehr Mist und Wirklichkeitsextreme das Fernsehen, die Zeitungen und auch die sozialen Medien zeigen, desto mehr glaubt der Unerfahrene, das sei Realität. Er fühlt sich nicht mehr sicher, nicht mehr zu Hause.

Der Zeitungsartikel ist lang, zu lang für viele AfD Wähler. Aber so herrlich entlarvend.


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